Publications
2025
Gottlieb, Stefanie
230Th/U-Datierung und Analyse der stabilen Isotope eines Speläothem des Marinen Isotopenstadiums 3 aus der Bleßberghöhle Masters Thesis
Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, 2025.
Abstract | Links | BibTeX | Tags: bb-13, chronology, flowstone, jgu, palaeoclimate
@mastersthesis{gottlieb2025,
title = {230Th/U-Datierung und Analyse der stabilen Isotope eines Speläothem des Marinen Isotopenstadiums 3 aus der Bleßberghöhle},
author = {Stefanie Gottlieb},
url = {https://bbh.pik-potsdam.de/wp-content/uploads/2026/05/Masterarbeit_Stefanie_Gottlieb.pdf},
year = {2025},
date = {2025-05-20},
school = {Johannes-Gutenberg-Universität Mainz},
abstract = {Das MIS 3 ist geprägt von mehreren kurzfristigen Klimaschwankungen den Dansgaard-Oeschger Events (D/O Events). Nachgewiesen ist dies unteranderem in den Grönländischen Eisbohrkernen sowie in verschieden Speläothemen aus dem Mittelmeerraum sowie Südfrankreich. In Zentraleuropa ist die Datenlage für diese Periode limitiert und vor allem auf die Alpenregion beschränkt, da das Klima während des MIS 3 zunehmend trockener und kälter wurde. Dies erschwert das Speläothemwachstum. Bisherige Analysen von Speläothemen aus der Bleßberghöhle verweisen darauf, dass Speläothemwachstum länger möglich gewesen ist als ursprünglich angenommen. Dies impliziert das weitere Analysen von Speläothem aus dieser Höhle neue Erkenntnisse über das Klima während des MIS 3 in Zentraleuropa ermöglichen.
In dieser Studie wird der Speläothem BB13 aus der Bleßberghöhle in Thüringen analysiert. Die 230Th/U Datierung dieses Speläothems hat ein episodisches Wachstum zwischen 52.0 (±0.05) ka und 34,87 (±0,10) ka ergeben. Auf Grundlage der erkennbaren Hiaten ist die Unterteilung in 5 Wachstumsphasen möglich. Diese korrelieren mit den D/O-Events 7, 8,11,12 und 14. Die Werte von δ18O und δ13C werden im Verlauf des MIS3 positiver während die Wachstumsgeschwindigkeiten abnehmen. Das lässt darauf schließen, dass es im Verlauf des MIS 3 trockener wurde. Es konnte bestätigt werden, dass das Wachstum von Speläothemen länger möglich war als ursprünglich angenommen. Darüber hinaus konnte in diesem Speläothem die stadial Phase 14 b nachgewiesen werden, die bisher nur in Speläothemen aus der Bleßberghöhle für Zentraleuropa nachgewiesen werden konnte. Dies verweist auf die Klimasensitivität dieser Höhle.},
keywords = {bb-13, chronology, flowstone, jgu, palaeoclimate},
pubstate = {published},
tppubtype = {mastersthesis}
}
In dieser Studie wird der Speläothem BB13 aus der Bleßberghöhle in Thüringen analysiert. Die 230Th/UU/Th-Datierung Die U/Th-Datierung ist eine sehr präzise radiometrische Altersbestimmung auf Basis der Uran-Thorium-Zerfallsreihe. Das Uran zerfällt mit bekannten Halbwertszeiten (245.500 Jahre) zum Tochterelement Thorium. Stalagmiten bauen bei ihrem Wachstum (fast) nur das wasserlösliche Uran ein, während das schlecht bewegliche Thorium zum größten Teil im Boden und Epikarst über der Höhle verbleibt. Das kann man nutzen, um die Zeit zu berechnen, die seit der Ausfällung der untersuchten Karbonatprobe vergangen ist. Moderne massenspektrometrische Verfahren erlauben Altersbestimmungen mit der U/Th-Methode bis zu 700.000 Jahren vor Heute. DatierungDatierung Um einem Stalagmiten oder gar einer einzelnen Wachstumslage im Stalagmiten ein Alter zuordnen zu können, muß eine Datierung durchgeführt werden. Dies erfolgt in der Regel radiometrisch, d. h. über die Messung von Zerfallsprodukten (siehe auch U/Th-Datierung). dieses Speläothems hat ein episodisches Wachstum zwischen 52.0 (±0.05) kaka BP Mit "ka BP" sind "Tausend Jahre vor 1950" gemeint. Das "BP" steht für "before present", was in der Paläoklima-Wissenschaft als 1950 festgelegt wurde. "11.000 ka BP" bedeuted also 11 Tausend Jahre vor 1950, oder unter Verwendung unseres gewohnten Kalenders: 9050 v. Chr. und 34,87 (±0,10) ka ergeben. Auf Grundlage der erkennbaren Hiaten ist die Unterteilung in 5 Wachstumsphasen möglich. Diese korrelieren mit den D/O-Events 7, 8,11,12 und 14. Die Werte von δ18O und δ13C werden im Verlauf des MIS3 positiver während die Wachstumsgeschwindigkeiten abnehmen. Das lässt darauf schließen, dass es im Verlauf des MIS 3 trockener wurde. Es konnte bestätigt werden, dass das Wachstum von Speläothemen länger möglich war als ursprünglich angenommen. Darüber hinaus konnte in diesem Speläothem die stadial Phase 14 b nachgewiesen werden, die bisher nur in Speläothemen aus der Bleßberghöhle für Zentraleuropa nachgewiesen werden konnte. Dies verweist auf die Klimasensitivität dieser Höhle.
2024
Zhang, Junjie; Klose, Jennifer; Scholz, Denis; Marwan, Norbert; Breitenbach, Sebastian F. M.; Katzschmann, Lutz; Kraemer, Dennis; Tsukamoto, Sumiko
Isothermal thermoluminescence dating of speleothem growth – A case study from Bleßberg cave 2, Journal Article
In: Quaternary Geochronology, vol. 85, pp. 101628, 2024.
Abstract | Links | BibTeX | Tags: bb2-1, chronology, dating, jgu, liag, northumbria, pik, stalagmite, tl dating
@article{zhang2024,
title = {Isothermal thermoluminescence dating of speleothem growth – A case study from Bleßberg cave 2,},
author = {Junjie Zhang and Jennifer Klose and Denis Scholz and Norbert Marwan and Sebastian F. M. Breitenbach and Lutz Katzschmann and Dennis Kraemer and Sumiko Tsukamoto},
doi = {10.1016/j.quageo.2024.101628},
year = {2024},
date = {2024-09-21},
urldate = {2024-09-21},
journal = {Quaternary Geochronology},
volume = {85},
pages = {101628},
abstract = {Speleothems are a key archive of past climatic and environmental changes. 230Th/U dating is the most commonly used method to determine speleothem ages. However, incorporation of non-radiogenic thorium may hamper 230Th/U dating, and samples older than 600 ka also remain out-of-reach. Calcite exhibits a thermoluminescence (TL) signal at 280 °C with a high characteristic saturation dose, and provides significant potential to date carbonate samples over several million years. Hitherto, the application of TL dating for calcite has mainly been hindered by two factors: 1) a spurious TL signal occurring in the high temperature range, and 2) non-uniform dose rate due to U-series disequilibrium. Here we test an isothermal TL (ITL) dating method on a speleothem sample from Bleßberg cave 2, Germany. We show that the ITL signal measured at 240 °C can completely remove the 280 °C TL peak with a negligible TL contribution from the higher temperature range, thus reducing the influence from the spurious signal. The time-dependent dose rate variation can be simulated using the initial radioactivity of 238U, 234U, 230Th and their decay constants. We use the 230Th/U dating method to provide precise and accurate radiometric ages documenting that the speleothem grew between 425.5 ± 5.4 and 320.5 ± 9.7 ka. The ITL ages (421 ± 23 to 311 ± 23 ka) of four subsamples from the speleothem are consistent with the 230Th/U ages at isochronous sampling positions, showing the general reliability of the ITL dating method. ITL dating provides a pathway to construct chronologies for palaeoclimate reconstructions for speleothems beyond the range of the 230Th/U-method and for samples that are unsuitable for U-series dating methods.},
keywords = {bb2-1, chronology, dating, jgu, liag, northumbria, pik, stalagmite, tl dating},
pubstate = {published},
tppubtype = {article}
}
2022

Marwan, Norbert
Bleßberghöhle – Schatzkammer für die Wissenschaft Presentation
15.06.2022, (VdHK-Symposium: Wissenschaft unter Tage – Höhlenforschung im Dialog, Truckenthal (Germany)).
BibTeX | Tags: abrupt climate change, bacteria, chronology, climate zone shift, karst development, microbiology, morphology, palaeoclimate, pik, stalagmite
@misc{marwan2022,
title = {Bleßberghöhle – Schatzkammer für die Wissenschaft},
author = {Norbert Marwan},
editor = {VdHK-Symposium: Wissenschaft unter Tage – Höhlenforschung im Dialog, Truckenthal (Germany)},
year = {2022},
date = {2022-06-15},
urldate = {2022-06-15},
note = {VdHK-Symposium: Wissenschaft unter Tage – Höhlenforschung im Dialog, Truckenthal (Germany)},
keywords = {abrupt climate change, bacteria, chronology, climate zone shift, karst development, microbiology, morphology, palaeoclimate, pik, stalagmite},
pubstate = {published},
tppubtype = {presentation}
}

Geier, Florian
230Th/U – Datierung eines Speläothems der Marinen Isotopenstadien 9 und 11 aus der Bleßberghöhle in Thüringen Bachelor Thesis
Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, 2022.
Abstract | Links | BibTeX | Tags: bb2-1, chronology, dating, jgu, stalagmite
@bachelorthesis{geier2022,
title = {^{230}Th/U – Datierung eines Speläothems der Marinen Isotopenstadien 9 und 11 aus der Bleßberghöhle in Thüringen},
author = {Florian Geier},
url = {https://bbh.pik-potsdam.de/wp-content/uploads/2024/09/Bachelorarbeit-Florian-Geier-2744515.pdf},
year = {2022},
date = {2022-06-01},
urldate = {2022-06-01},
school = {Johannes-Gutenberg-Universität Mainz},
abstract = {Im Zuge des gegenwärtigen Klimawandels gewinnen Rekonstruktionen des vergangenen Klimas zunehmend an Bedeutung, da durch sie klimatische Entwicklungen besser verstanden werden können. Speläotheme bilden ein terrestrisches Archiv, welche mittels der 230Th/U-Datierung absolut und sehr präzise datiert werden können. Die datierten Wachstumsphasen von Speläothemen liefern unmittelbar Rückschlüsse auf vergangene klimatische Gegebenheiten, da ihr Wachstum von der Tropfwasser- und damit der Niederschlagswasserverfügbarkeit abhängen. Aus diesen Wachstumsphasen lassen sich wärmere und feuchtere Zeiträume abgrenzen (Interglaziale). Der Stalagmit BB2‘1 aus der Bleßberghöhle im südlichen Thüringen wurde mit dieser Methode datiert. Sein Wachstum fand in den Interglazialen Marines Isoptenstadium (MIS) 11e-c und MIS 9e statt. Besonders im MIS 11e wurde viel Wachstum des BB2‘1 verzeichnet. Im Vergleich mit anderen Klimaarchiven können die klimatischen Bedingungen um die Bleßberghöhle in einen globalen Kontext gesetzt werden. Es zeigt sich, dass das Klima um die Bleßberghöhle an globale, klimatische Veränderungen gekoppelt war und sehr früh auf diese reagierte.},
keywords = {bb2-1, chronology, dating, jgu, stalagmite},
pubstate = {published},
tppubtype = {bachelorthesis}
}
2015

Sierralta, Melanie; Katzschmann, Lutz; Nikonow, Wilhelm; Rammlmair, Dieter
Insights in Bleßberg cave: Speleothem chronology and geochemical research Proceedings Article
In: 75. Jahrestagung der Deutsche Geophysikalische Gesellschaft in Hannover, 2015.
Abstract | BibTeX | Tags: bb2-1, chronology, liag, stalagmite
@inproceedings{sierralta2015,
title = {Insights in Bleßberg cave: Speleothem chronology and geochemical research},
author = {Melanie Sierralta and Lutz Katzschmann and Wilhelm Nikonow and Dieter Rammlmair},
year = {2015},
date = {2015-03-23},
booktitle = {75. Jahrestagung der Deutsche Geophysikalische Gesellschaft in Hannover},
abstract = {During construction works on the railway network between Ebensfeld and Erfurt a karst cave was found in the Bleßberg tunnel. The so called „Bleßberg Cave“ developed in limestone of the Lower Muschelkalk. The investigations by the Geological Survey of Thuringia (TLUG), the mining agency of Thuringia, and the incorporated society of cave explorer in Thuringia revealed impressing objects (stalagmites, stalactites, sinter, excentriques, cave lake, cave creek), which were partly sampled; furthermore the extent of the cave was measured. The more than 1000 m long cave had no natural entrance. Based on interdisciplinary studies on the sampled material information about the development and age of the cave will be obtained. Speleothem represent an impressive and unique archive for climate and palaeoenvironmental changes. The growth of stalagmites can be linked to warm climate phases of past. In these warm stages, the growth of stalagmites depends on the precipitation and the water supply; thus palaeoenvironmental conditions are preserved. The aim of this study is to decode the environmental condi- tions using high resolution techniques. Selected stalagmites and sinters were radiometrically dated by 230Th/U and analysed for their stable isotopic compositions. Furthermore, micro-energy dispersive X-ray fluorescence analyses were performed to evaluate trace element dis- tribution and identify growth phases of the speleothem. Most elements revealed the layered texture of the specimen while distribution of Al recorded the fractures. Some visibly identified hiatuses could be associated with changes in chemistry (Si, Fe). The determined 230Th/U ages on several speleothem samples range between 6 ka and 360 ka. In combination with high res- olution stable isotope investigation they provide insights into climatic changes from MIS 11 to the Holocene.},
keywords = {bb2-1, chronology, liag, stalagmite},
pubstate = {published},
tppubtype = {inproceedings}
}
